News: Ninas Horror-Ehe bei GZSZ ist endlich vorbei

Nina (Maria Wedig) und Gerner (Wolfgang Bahro, M.) können nicht fassen, dass Martin (Oliver Franck) Nina zu erpressen versucht. (Foto: MG RTL D / Rolf Baumgartner)

Heute Abend endet bei „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ in der Folge 6.441 die Horror-Ehe von Nina (Maria Wedig) und Martin Ahrens (Oliver Franck), der seine Frau schlug und Berlin, wo mit einem Neustart alles besser werden sollte, verlassen wird.

Damit endet auch das Engagement und die Gastrolle von Oliver Franck. Dies ist kein Ausstieg: Die Rolle des Schauspielers war auf diese Geschichte angelegt und dafĂŒr geschrieben worden.

Das passierte gestern bei GZSZ – Kurzfassung Folge 6.440:
Nina will nicht klein beigeben und besteht auf der HĂ€rtefallscheidung. Gerner tut alles, damit Martin von seiner Erpressung ablĂ€sst. Doch fruchtet sein Appell an dessen Familiensinn? Luis ist verzweifelt. Er wollte seine Mutter beschĂŒtzen. Und jetzt hat er alles nur noch schlimmer gemacht. Angespannt sehen die drei dem Scheidungstermin entgegen. Wird Martin seine Drohung wahr machen?

Das passiert heute bei GZSZ – Kurzfassung Folge 6.441:
Martin willigt ĂŒberraschend in die HĂ€rtefallscheidung ein. Dass Gerner dabei seine Finger im Spiel hat, ahnt Nina nicht. Sie und Luis sind einfach nur erleichtert. Die Zeit von Bedrohung und Angst ist vorbei. Als Martin sich von den beiden verabschieden will, machen sie ihm klar, dass sie nichts mehr mit ihm zu tun haben wollen. Jetzt hat Nina die Kraft, einen endgĂŒltigen Schlussstrich unter ihre Ehe zu ziehen.

Im RTL-Interview spricht der Schauspieler Oliver Franck ĂŒber seine Gastrolle, wie Betroffenen geholfen werden kann und das Ende seines Engagements bei „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“.

Wie kommt es dazu, dass Martin nun Nina, Luis und den Kiez verlÀsst beziehungsweise verlassen muss?!
Freiwillig wÀre Martin nicht gegangen, so viel ist sicher. Auch wenn es nicht so aussieht: Seine Familie bedeutet Martin alles! Dr. Gerner nötigt ihn in die rÀumliche Distanz. Die Drohung, dass Martin nach seiner Familie auch noch seinen Ruf als Anwalt verliert, lÀsst ihn einknicken.

Ist das die beste Lösung oder hĂ€tte Nina auch schon viel frĂŒher geholfen werden können? Wie?
Ich glaube nicht, dass Nina sich vorher hÀtte helfen lassen. So schlimm es klingt, Nina musste erst akzeptieren, dass Martin sich nicht Àndern wird. Vorher hÀtte sie Hilfe bestimmt abgelehnt, in der Hoffnung, dass ihr Leben doch besser wird, seine Versprechen wahr werden.

Was raten Sie Betroffenen?
Nutzt die Möglichkeiten. Geht nicht allein in die Konfrontation, sondern sucht Euch frĂŒh Hilfe. Als erster Schritt ist ein Anruf beim Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ unter 08000 116 016 sicherlich sehr hilfreich, um sich ĂŒberhaupt mal freizusprechen und Optionen zu erfragen. Und habt den Mut zur VerĂ€nderung.

War es richtig, so eine Geschichte wie die „HĂ€usliche Gewalt“ in einer Daily am Vorabend zu zeigen?
Definitiv. Über solchen Themen sollte nicht der Schleier der stillen Akzeptanz liegen. Alle wissen doch, dass es hĂ€usliche Gewalt gibt. Und je mehr darĂŒÂ­Â­ber gesprochen wird, desto mehr Opfer verlieren ihre Scham und finden den Mut, sich zu lösen.

Ist es eine große Herausforderung, so eine Rolle zu spielen? Was ist das Besondere daran?
Die grĂ¶ĂŸte Herausforderung fĂŒr mich war, einen Weg zu finden, Martin nicht als aggressives Monster darzustellen. NatĂŒrlich ist er der TĂ€ter, aber halt nicht nur unmenschlich. Er leidet auf seine Art unter der Situation und seiner unkontrollierbaren Aggression. Er liebt seine Familie, ist selbst todtraurig und verzweifelt. Es ist daher sehr spannend gewesen, einen Charakter zu spielen, der so weit weg von der eigenen Persönlichkeit und den eigenen Wertvorstellungen ist. Das extreme Verhalten von Martin verkörpern zu dĂŒrfen, war ein großes Geschenk.

Welche Reaktionen in ihrem Umfeld gab es auf diese Story?
Gott sei Dank nur positive. Die Zuschauer konnten zwischen der Rolle und dem Schauspieler unterscheiden. Martin ist ja nicht der klassische SympathietrÀger. Ich hatte schon ein wenig die Sorge, dass mir ab der Ausstrahlung ein hÀrterer Ton entgegen schlÀgt. Das war aber nicht so.

Ihre Serienfrau und Ihrem Seriensohn lassen Sie nun am GZSZ-Kiez zurĂŒck. Könnten Sie sich vorstellen, dass Sie als Martin Ahrens eines Tages wieder zurĂŒckkommen?
Das könnte ich mir sehr gut vorstellen. Ob es zu einem Happy End kommen könnte, mĂŒssen andere entscheiden, aber es gab fĂŒr Martin noch keinen richtigen Kampf um seine Familie. Seine Pseudo-BemĂŒhungen wĂ€hrend der gemeinsamen Zeit zĂ€hlen nicht. Da wusste er ja noch, dass die Wahrscheinlichkeit, Nina doch wieder zu besĂ€nftigen, groß ist. Aber jetzt ist er das erste Mal wirklich alleine und verlassen. Es wĂ€re spannend zu sehen, ob und was das bei Martin bewirkt.

Was wĂŒnschen Sie den ĂŒbrigen Ahrens?
Dass alle ihren Frieden finden und sich die Wunden bald schließen.

Was Ihren Kollegen?
Viel Spaß! Und vergesst mich nicht so schnell! (lacht)

Wie war die Zeit bei GZSZ?
Ganz toll. Trotz der Schwere des Themas hatten wir fast immer Spaß.

Der Hamburger Oliver Franck ist verheiratet und Vater von Zwillingen.

Der Schauspieler war bei RTL ab Folge 6.328 am 28. August 2017 in Deutschlands Daily Nummer 1 „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ zu sehen.

Zitate zu der Storyline „HĂ€usliche Gewalt bei GZSZ“:

Helga Roesgen, PrĂ€sidentin des Bundesamtes fĂŒr Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben
„Die Kooperation mit GZSZ ist bei uns nur auf positive Resonanz gestoßen. Wir hoffen, auch zukĂŒnftig weiterhin eng zusammenarbeiten zu können, um auf diesem Wege noch viele Frauen zu erreichen.“

Petra Söchting, Leiterin des Hilfetelefons „Gewalt gegen Frauen“
„Gewalt gegen Frauen ist ein gesamtgesellschaftliches Problem. Es ist uns ein Anliegen, dieses Tabuthema in die Öffentlichkeit zu bringen. Betroffenen Frauen, aber auch ihrem sozialen Umfeld, möchten wir zeigen, dass es UnterstĂŒtzungsangebote wie das Hilfetelefon ‚Gewalt gegen Frauen’ gibt – rund um die Uhr, anonym und kostenlos.“ (Text: RTL)

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